Bundesinnungsverband für das
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Handzuginstrumentenmacher


Abwechslungsreiche Klänge

Das Prinzip, durch das ein Akkordeon zum Klingen gebracht wird, ist schon uralt. Es steckt heute in vielen Instrumenten. Wie es genau funktioniert, lernt der Handzuginstrumentenmacher in der Ausbildung.


Wichtige Voraussetzungen für den Beruf sind ein gutes musikalisches Gehör und handwerkliches Feingeschick.
Der Handzuginstrumentenmacher bearbeitet mit der Hand und maschinell Holz, Leder, Kunststoffe, Textilien und Metall und stellt aus diesen Materialien Akkordeons, Ziehharmonikas, Concertinen, Bandonions und Mundharmonikas her.
Zuerst fertigt er das Gehäuse, dann kommt das musikalische Innenleben an die Reihe. Bis zu 2.000 Einzelteile gehören zu einem Instrument, vom Balg über die Stimmstöcke bis hin zur Tastatur. Dieser Beruf vereint die Tätigkeiten eines Metallhandwerkers mit denen eines Buchbinders und Tischlers.
Es ist erstaunlich, was man auf den fertigen Instrumenten alles spielen kann. Selbst die Fuge von Bach lässt sich auf dem Schifferklavier zu Gehör bringen, obwohl das Instrument erst im frühen 19. Jahrhundert erfunden wurde, also lange, nachdem Bach sein Stück komponiert hatte. Und so abwechslungsreich wie der Klang des Akkordeons ist auch die Ausbildung zum Handzuginstrumentenmacher.


Kurz-Info

Wichtig für diesen Beruf:
Gutes Gehör und Fingerfertigkeit
Berufsart:
Anerkannter Ausbildungsberuf ohne Spezialisierung nach Fachrichtungen oder Schwerpunkten
Ausbildungsdauer:
3 Jahre
Ausbildende Betriebe:
Handzuginstrumenten-Werkstätten

Ausbildung

    Allgemeine Ausbildungsinhalte sind unter anderem:
  • Metalle, Hölzer, Holzwerkstoffe und andere Werkstoffe zur Herstellung von Instrumententeilen manuell und maschinell bearbeiten
  • Bauteile insbesondere mit Schrauben und Muttern sowie durch Weich- und Hartlöten, Leimen, Kleben und Holzverbindungen fügen
  • Bauteile eines Handzuginstruments wie Bassmechanik und Schaltgruppen montieren
    Oberflächen behandeln
  • Instrumente montieren und stimmen sowie die musikalischen, technischen und optischen Endkontrollen durchführen
  • Instrumente bestimmen und verschiedene Systeme der Tastatur und Bauweise sowie ihre Klangkonzeption unterscheiden
  • Skizzen, Stücklisten und Zeichnungen anfertigen, lesen und anwenden
  • Arbeitsplatz an Werkbank oder Werkzeugmaschine einrichten
  • Werkzeuge und Maschinen einsetzen, warten und pflegen
  • Handzuginstrumente reparieren

    Weiterbildung zum
  • Handzuginstrumentenmachermeister
  • Industriemeister
  • Techniker
  • Fachkaufmann
  • Betriebsassisten (HWK)
  • Sachverständiger

Außerdem kann das Fachwissen während oder nach der Ausbildung in verschiedenen Lehrgängen an den Berufsbildungseinrichtungen der Handwerkskammern und Fachverbände vertieft werden.

Quelle: www.handwerk.de - © Foto: ZDH