Bundesinnungsverband für das
Musikinstrumenten-Handwerk
Home
Wir über uns
Berufsbilder
Unsere Innungen
Verbandsstruktur
Orgel- und Harmoniumbauer Klavier- und Cembalobauer Handzuginstrumentenmacher Geigenbauer Metallblasinstrumentenmacher
Holzblasinstrumentenmacher Zupfinstrumentenmacher Bogenmacher    
Mitgliederforum
Sachverständige
Aktuelles/Termine
Berufsschulen
Links/Kontakt/Impressum
 

Geigenbauer


Experten für den richtigen Klang

Sie bringen mehr Geld als Aktien und klingen viel besser. Die Geige, auf der Niccolo Paganini vor 265 Jahren musizierte, ist nach heutigen Schätzungen bereits 3,5 Millionen Dollar wert.

Eine neue Geige kostet ungefähr 6.000 Euro. Das hört sich viel an, ist aber wenig, wenn man bedenkt, wie viele Menschen ein Geiger mit seinem Instrument glücklich machen kann.
Jede Geige entsteht in kunstvoller Kleinarbeit. Der Geigenbauer muss eine Holzgrundplatte in Form sägen und so abhobeln, dass die typische Wölbung des Bodens oder der Decke entsteht.
Um den Bereich zwischen Boden und Decke zu formen, wird das dünne Holz angefeuchtet und dann über einer Art heißem Bügeleisen gebogen. Mehrere Arbeitsschritte sind nötig, bis das Holz in der gewünschten Form bleibt.
Stemmeisen, Hohlmeißel und winzige Hobel gehören zum Handwerkszeug. Damit hobelt der Geigenbauer Wölbungen, schneidet Öffnungen in die Decke oder gestaltet die kunstvollen Schnecken am Ende des Halses. Bei Reparaturen werden vorsichtig neue Stege angepasst, offene Stellen im Korpus geleimt und die Wirbel, an denen die Saiten aufgezogen werden, nachgepasst. Es dauert ein bis zwei Monate bis die ganze Geige fertig ist.
Der Geigenbauer muss Geige, Bratsche oder Cello spielen können. Außerdem braucht er ein gutes Gehör und handwerkliches Geschick. Nach abgeschlossener Berufsausbildung ergeben sich Beschäftigungsmöglichkeiten in Betrieben der Streich- und Zupfinstrumentenherstellung sowie in Reparaturwerkstätten.

  • Kurz-Info

    Wichtig für diesen Beruf:
    Beherrschung eines Streichinstruments, handwerkliches Geschick, gutes Gehör
    Berufsart:
    Anerkannter Ausbildungsberuf ohne Spezialisierung nach Fachrichtungen oder Schwerpunkten
    Ausbildungsdauer:
    3 Jahre
    Ausbildende Betriebe:
    Streich- und Zupfinstrumentenhersteller


    Ausbildung

    Allgemeine Ausbildungsinhalte sind unter anderem:
  • Erkennen und Unterscheiden der Bauweisen und Modelle von Streichinstrumenten
  • Auswählen von Resonanzhölzern
  • Manuelles und maschinelles Bearbeiten von Hölzern und anderer Naturstoffe
  • Herstellen und Zusammenfügen von Einzelteilen, Korpussen und Hälsen
  • Behandeln der Oberflächen verschiedener Hölzer
  • Bearbeiten der Instrumente bis zur Spielfertigkeit, Prüfen der Funktionsfähigkeit, Beeinflussen der klanglichen Eigenschaften
  • Durchführen von Reparaturen


    Weiterbildung zum
  • Geigenbaumeister
  • Holztechniker
  • Restaurator
  • Betriebsassistent (HWK)
  • Sachverständiger
  • Gestalter

Außerdem kann das Fachwissen während oder nach der Ausbildung in verschiedenen Lehrgängen an den Berufsbildungseinrichtungen der Handwerkskammern und Fachverbände vertieft werden.

Quelle: www.handwerk.de - © Foto: ZDH